Zahlung & Verkauf
E-Rechnungen versenden
Geschäftskunden wollen Rechnungen zunehmend nicht mehr als reines PDF, sondern als strukturierte Datei, die ihre Buchhaltung selbst einlesen kann. Mit der E-Rechnung hängt BookIvy an jede Rechnung, Erinnerung, Mahnung und Gutschrift eine XRechnung als XML-Datei — für die Kundschaft, die du dafür freischaltest.
- Wo im Backend
- Einstellungen → Anbindungen → Bezahlung (Stripe) → Rechnung & Umsatzsteuer (Betrieb) und Stammdaten → Kunden (je Kunde)
- Aufwand
- ca. 10 Minuten einmalig, danach 1 Minute je Kunde
- Vorher nötig
- Online-Zahlung mit Stripe-Rechnungen, vollständige Unternehmensdaten und das Funktionspaket „E-Rechnung“.
- Gebuchtes Modul
- Funktionspaket „E-Rechnung“ (zusätzlich zu Payment)
Was möchte ich erreichen?
Du möchtest Firmenkundschaft Rechnungen so schicken, dass deren Buchhaltung sie ohne Abtippen verarbeiten kann: als XRechnung, eine strukturierte XML-Datei nach dem europäischen Standard EN 16931. Du entscheidest je Kunde, wer sie bekommt. Alle anderen erhalten weiter das gewohnte PDF.
Was bringt mir das?
- Rechnungen, die Buchhaltungen einlesen können. Die XML-Datei enthält Positionen, Steuer, Summen und Zahlungsangaben in maschinenlesbarer Form.
- Vorbereitet auf die Pflicht. Unternehmen müssen E-Rechnungen schon empfangen können und nach und nach auch ausstellen (siehe unten). Du stellst Kunde für Kunde um.
- Keine zweite Rechnung. Die Datei beschreibt dieselbe Rechnung, die bei Stripe entstanden ist. Nummer, Positionen und Beträge stammen aus der Stripe-Rechnung selbst; das PDF bleibt als Ansicht erhalten.
- Alles läuft mit. Rechnung, Zahlungserinnerung, Mahnung, Erstattung und Gutschrift tragen die Datei von selbst. Auch beim Übergeben an die Buchhaltung geht sie mit.
- Eine Rechnung bleibt nie liegen. Kann die Datei einmal nicht entstehen, geht die Mail trotzdem mit dem PDF raus. Den Grund siehst du, und du reichst die Datei später nach.
Wie funktioniert das — und wann brauche ich es?
Drei Schalter, alle müssen an sein
| Ebene | Wer schaltet | Wo |
|---|---|---|
| 1. Funktionspaket „E-Rechnung“ | BookIvy, für deine Instanz | Ohne das Paket bleibt die Kachel in den Einstellungen sichtbar, aber gesperrt. |
| 2. „E-Rechnungen (XRechnung) erzeugen“ | du, für den ganzen Betrieb | Einstellungen → Bezahlung → Rechnung & Umsatzsteuer |
| 3. „E-Rechnung (XRechnung) senden“ | du, je Kunde | Kundenakte, Reiter „Kunden- und Rechnungsdaten“ |
Fehlt eine Ebene, verhält sich alles wie bisher: nur das PDF. Standardmäßig ist die E-Rechnung für jedes Konto aus, bis du sie einschaltest.
Was der Kunde bekommt
Die Mail bleibt, wie sie ist. Zusätzlich hängt die Datei E-Rechnung-<Rechnungsnummer>.xml an, und ein Satz im Text erklärt, dass die E-Rechnung als XML beiliegt und das PDF eine Ansicht derselben Rechnung ist. Das gilt für:
- die Rechnung, auch die nach einer Online-Zahlung und die mit Zahlungsziel,
- Zahlungserinnerung und Mahnung (dieselbe Datei wie bei der Rechnung),
- Erstattung und Gutschrift. Zur Gutschrift entsteht eine eigene XRechnung, die auf die Rechnung verweist.
Die Mails gehen wie bisher an die Rechnungsadresse des Kunden; siehe Rechnungsempfänger festlegen. Die Datei wird einmal erzeugt und abgelegt. Jede spätere Mail hängt dieselbe Datei an. Sie liegt gesperrt auf dem Server, ist nicht per Webadresse erreichbar und lässt sich nur über das angemeldete Backend herunterladen.
Was dafür vorhanden sein muss
Beim Verkäufer (du), unter Einstellungen → Mein Betrieb → Unternehmensdaten:
- Firmenname (Legal-Name oder Brand-Name), Straße, Postleitzahl und Ort,
- Umsatzsteuer-ID oder Steuernummer,
- Kontakt-E-Mail und Kontakt-Telefon,
- ein Ansprechpartner („Vertreten durch“; sonst nimmt BookIvy den Firmennamen),
- die IBAN, sobald du Rechnungen mit Zahlungsziel stellst. Bei einer schon bezahlten Rechnung braucht die Datei sie nicht.
Die Kachel in den Einstellungen zeigt dir als Bereitschafts-Liste, was noch fehlt. Solange etwas fehlt, geht die Rechnung nur als PDF raus.
Beim Kunden, in der Kundenakte: Name oder Firma, Straße, Postleitzahl, Ort, Land und eine E-Mail-Adresse (Konto-Adresse oder Rechnungsadresse). Das Land solltest du immer eintragen, denn ohne Angabe nimmt BookIvy in der Datei Deutschland an.
Käuferreferenz und Leitweg-ID
Jede XRechnung trägt eine Referenz des Kunden. Behörden verlangen dort ihre Leitweg-ID; Unternehmen nutzen oft eine Bestellnummer oder Kostenstelle. Trägst du nichts ein, schreibt BookIvy „Kunde“ und die Kundennummer hinein.
Steuer und Kleinunternehmer
Die Steuer stammt aus der Stripe-Rechnung. BookIvy übernimmt Sätze, Basis und Summen und bricht ab, wenn sie nicht zur Stripe-Rechnung passen. Wer als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer ausweist, braucht dafür den Hinweis in den Unternehmensdaten, siehe Unternehmensdaten hinterlegen. Er steht dann in der Datei als Befreiungsgrund.
Was BookIvy vor dem Versand prüft
Die Datei wird gegen das mitgelieferte CII-Schema der Struktur nach geprüft. Eine vollständige Prüfung aller XRechnung-Geschäftsregeln durch einen eigenen Validator ersetzt das nicht. Wenn deine Steuerberatung oder die Kundschaft das verlangt, lass die Datei dort einmal prüfen.
Zur Einordnung der gesetzlichen Pflicht
Nach den derzeit geltenden Übergangsfristen müssen alle Unternehmen E-Rechnungen seit 2025 empfangen können. Das Ausstellen wird für Rechnungen zwischen inländischen Unternehmen schrittweise Pflicht: ab 2027 für größere Betriebe, ab 2028 für alle. Kleinbetragsrechnungen bis 250 € und Rechnungen an Privatpersonen sind ausgenommen, und Kleinunternehmer müssen keine ausstellen. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Was für dich gilt, klärt deine Steuerberatung.
Was muss ich einstellen und anklicken?
Weg A Im Betrieb einschalten
-
Unternehmensdaten vervollständigen
Einstellungen → Mein Betrieb → Unternehmensdaten
Trage die Angaben aus der Liste oben ein. Wenn du Rechnungen mit Zahlungsziel stellst, gehört die IBAN dazu.
-
Die Kachel einschalten
Einstellungen → Anbindungen → Bezahlung (Stripe) → Rechnung & Umsatzsteuer
Hake „E-Rechnungen (XRechnung) erzeugen“ an. Ist die Kachel grau und gesperrt, ist das Funktionspaket in dieser Instanz nicht gebucht.
-
Die Bereitschafts-Meldung lesen
Steht dort „✓ Die Unternehmensdaten enthalten alles, was eine XRechnung vom Verkäufer verlangt“, bist du so weit. Sonst nennt eine rote Zeile, was in den Unternehmensdaten fehlt. Speichere die Seite.
Weg B Für einen Kunden einschalten
-
Den Account öffnen
Stammdaten → Kunden
Klicke beim Kunden auf „Bearbeiten“.
-
Rechnungsdaten prüfen
Wechsle in den Reiter „Kunden- und Rechnungsdaten“ und kontrolliere Firmenname, Anschrift und Land. Den Block mit der E-Rechnung siehst du nur, wenn Paket und Betriebsschalter (Weg A) an sind.
-
„E-Rechnung (XRechnung) senden“ anhaken
Damit bekommt dieser Kunde zu jeder Rechnung, Erinnerung, Mahnung und Gutschrift zusätzlich die XML-Datei.
-
Die Käuferreferenz eintragen (optional)
Trage unter „Käuferreferenz / Leitweg-ID“ die Leitweg-ID oder Bestellnummer des Kunden ein. Leer lassen heißt: Die Kundennummer wird verwendet.
-
Speichern
Klicke auf „Speichern“. Fehlt dem Kunden noch etwas, meldet BookIvy zum Beispiel „Für E-Rechnungen fehlt noch: Straße, Land — bis dahin gehen Rechnungen nur als PDF.“ Die „Historie der E-Rechnung“ unter dem Block zeigt, wann der Schalter oder die Referenz geändert wurde.
Weiter Im Alltag
-
Eine E-Rechnung herunterladen
Öffne Zahlungen verwalten und klicke beim Vorgang auf „▼ Nachweis“. Ganz unten stehen mit dem Zeichen 🧾 die Links „E-Rechnung <Nummer> (XML)“, auch für die Gutschriften. Das XML ist das Original der Rechnung. Bewahre es so auf, wie du Rechnungen aufbewahren musst.
-
Nach einem Fehler nachsenden
Konnte die Datei nicht entstehen, zeigt der Vorgang in der Liste den Knopf „E-Rechnung erzeugen und nachsenden“. Behebe zuerst den Grund (siehe Tabelle unten) und klicke dann darauf. Das Fenster nennt dir noch einmal den letzten Fehler. Danach bekommt der Kunde eine kurze Mail „E-Rechnung zu Rechnung …“ mit XML und PDF und dem Hinweis, dass es dieselbe Rechnung ist und nicht ein zweites Mal bezahlt werden soll.
-
An die Buchhaltung übergeben
Nutzt du die Lexoffice-Anbindung (Buchhaltung anbinden), hängt BookIvy die XML-Datei als zweite Datei neben das PDF an den Beleg, sobald der Kunde E-Rechnungen bekommt. Scheitert nur das Anhängen, bleibt die Übergabe gültig. Der Grund steht im Protokoll.
Wenn keine Datei entsteht
Die Rechnung geht trotzdem als PDF raus. Der Grund steht im Protokoll des Vorgangs mit dem Zeichen ⚠ („E-Rechnung zu … nicht erzeugt: …“). Die häufigsten Meldungen:
| Meldung | Was du tust |
|---|---|
| Unternehmensdaten unvollständig: … | Fehlende Angaben unter Unternehmensdaten ergänzen. |
| Anschrift des Kunden unvollständig (Name, Straße, PLZ und Ort sind Pflicht) | Rechnungsdaten in der Kundenakte ergänzen. |
| Keine E-Mail-Adresse des Kunden | E-Mail-Adresse am Konto eintragen. |
| Für eine offene Rechnung fehlt die IBAN in den Unternehmensdaten | IBAN eintragen. |
| Rechnung ohne Umsatzsteuer — für die E-Rechnung fehlt der Kleinunternehmer-Hinweis | Kleinunternehmer-Hinweis in den Unternehmensdaten setzen, falls er zutrifft. |
| Die Stripe-Rechnung weist keine Umsatzsteuer aus, obwohl Umsatzsteuer eingestellt ist | Steuereinstellungen und die Rechnung bei Stripe prüfen. |
| Zu diesem Vorgang gibt es noch keine Stripe-Rechnung | Erst „Rechnung abrufen“ oder die Rechnung bei Stripe klären. |
| Stripe-Rechnung nicht abrufbar | Später erneut versuchen („E-Rechnung erzeugen und nachsenden“). |
| Summe weicht von der Stripe-Rechnung ab … | Die Datei darf nicht von der Rechnung abweichen. Wende dich mit dem Vorgang an den Support. |
| Ablage uploads/invoices … nicht beschreibbar — die E-Rechnung ging mit, ist aber NICHT archiviert | Die Datei ging an den Kunden, wurde aber nicht abgelegt. Wende dich an den Support, damit die Ablage repariert wird. |
Was hängt damit zusammen?
Vorher
- Online-Zahlung verbindendie Rechnung entsteht bei Stripe.
- Unternehmensdaten hinterlegenVerkäuferangaben, Steuer und IBAN.
- Accounts anlegenAnschrift und Land des Kunden.
Wirkt auf
- Zahlungen verwaltenDownload im Nachweis, Knopf zum Nachsenden.
- Rechnungsempfänger festlegendie Mails mit der Datei gehen an die Rechnungsadresse.
- Buchhaltung anbindendas XML geht als zweite Datei an den Beleg.
Danach sinnvoll
- Änderungsprotokollerzeugt, nachgereicht, fehlgeschlagen steht dort.
Gut zu wissen
Ich sehe die E-Rechnung in der Kundenakte nicht.
Der Block erscheint nur, wenn das Funktionspaket gebucht ist und „E-Rechnungen (XRechnung) erzeugen“ in den Einstellungen eingeschaltet ist. Außerdem muss deine Instanz auf dem Stand sein, der E-Rechnungen kennt.
Die Kachel in den Einstellungen ist grau.
Das Funktionspaket „E-Rechnung“ ist in dieser Instanz nicht gebucht. Die Kachel bleibt sichtbar, damit du weißt, dass es die Möglichkeit gibt. Das Paket wird für deine Instanz freigeschaltet; schreib dazu an den BookIvy-Support.
Bekommen auch schon verschickte Rechnungen eine Datei?
Nicht rückwirkend und nicht von selbst. BookIvy erzeugt die Datei, wenn es die Rechnung oder eine Erinnerung zu ihr das nächste Mal verschickt, wenn du sie nachsendest oder wenn sie an die Buchhaltung geht.
Ist das PDF jetzt wertlos?
Nein, es bleibt als Ansicht derselben Rechnung. Maßgeblich ist bei Kunden mit E-Rechnung die XML-Datei. Beide enthalten dieselben Beträge.
Der Kunde bekommt die Datei, will aber keine.
Nimm in der Kundenakte den Haken bei „E-Rechnung (XRechnung) senden“ heraus. Ab der nächsten Mail geht nur noch das PDF raus. Bereits erzeugte Dateien bleiben abgelegt.
Wie ändere ich die Käuferreferenz einer bereits erzeugten Rechnung?
Gar nicht, denn die Datei wird nur einmal erzeugt und ist das Original. Die neue Referenz gilt für Rechnungen, die danach entstehen.
Wohin geht die Mail mit der Datei?
Dorthin, wohin auch die Rechnung geht: an die Rechnungsadresse des Vertrags oder des Kontos, sonst an die Konto-Adresse. Siehe Rechnungsempfänger festlegen. Bei Testzahlungen geht die nachgereichte Mail nur an die Kontakt-E-Mail deines Betriebs.